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01.02.2026, 15:27 - Wörter:
Szeneninformationen
Charaktere: Tao Shin & Douglas Munrow
Szeneneinstellung: private Szene & feste Postreihenfolge
Datum: 05.06.2025
Szeneninhalt: Tao hat die Begegnung zwischen Douglas und Batman heimlich beobachtet und erhofft sich von Douglas erhellende Informationen über die mysteriöse Fledermaus.
Die Abendvorstellung in dem kleinen Revuetheater war gerade zu Ende gegangen, und Tao hatte es sich nicht nehmen lassen, sie von Anfang an mitzuverfolgen. Er hatte im hinteren Teil des Raums am Rand gesessen, aber seine scharfen Augen hatten dennoch alles gut mitbekommen, was auf der Bühne passierte – so gross war der Saal nicht, und er war auch bei weitem nicht voll besetzt. Die Show drehte sich ganz und gar um Miss Dogma Divine, ein als Frau verkleideter Mann, der trotz Rollstuhl eine bemerkenswerte Bühnenpräsenz hatte.
Das Publikum hatte immer wieder laut gelacht und am Ende auch ziemlich begeistert applaudiert. Tao applaudierte mit, auch wenn er vieles nicht verstanden hatte. Da waren offensichtlich zahlreiche Anspielungen auf zahlreiche Dinge, die viele sehr lustig fanden – weshalb, erschloss sich ihm jedoch nicht. Er realisierte einmal mehr, dass er seit seiner Rückkehr auf die Erde bestenfalls an der Oberfläche dieser ihm mittlerweile so fremden Welt gekratzt hatte. Dass hier vieles passierte und passiert war, von dem er keine Ahnung hatte und deshalb auch nicht verstand, wenn man sich darüber lustig machte. Auch die Songs waren ihm alle unvertraut gewesen. Aber alle anderen im Saal hatten die Show offenbar genossen, diese Dogma Divine schien also zu wissen, was sie tat.
Tao war natürlich nicht wegen der Show gekommen, es war nur neugierig gewesen, was es damit auf sich hatte, und vermutete, dass es ihm eine Chance geben könnte, den Star schon ein wenig kennenzulernen, bevor er ihn – oder sie – dann wegen Batman konfrontierte. Aber im Grunde war er nun kaum klüger als zuvor. Zumindest schien Dogma Divine die Begegnung mit der Fledermaus soweit unbeschadet überstanden zu haben.
Es war purer Zufall gewesen, dass Tao sie überhaupt mitbekommen hatte. Er war in jener Nacht gar nicht auf der Suche nach Batman gewesen, sondern auf dem Weg durch Gothams notorisches Rotlichtviertel abrupt von einem infernalischen, lang anhaltenden Pfeifgeräusch gestoppt worden, gekoppelt mit drei dumpfen Knallgeräuschen. Was er sah, als er sich dem Herkunftsort dieser Geräusche näherte, liess ihn verblüfft innehalten: Eine dunkle Gestalt, die mit wehendem Umhang der Hauswand entlang nach oben glitt und dabei eine zappelnde Gestalt mit sich zog. Batman! Das war er! In Aktion!
Tao verwandelte sich umgehend in einen wabernden Nebel und bewegte sich ebenfalls der Fassade des Theaters entlang hoch aufs Dach, wo er dann aus einer gewissen Distanz zumindest einen Teil der Interaktion zwischen der Fledermaus, ihrem Opfer, Dogma Divine und den Hunden mitbekam – allerdings mit den Sinneslimitationen, die seine Nebelform halt so mit sich brachte. Und alles ging derart schnell, dass ihm gar nicht die Zeit blieb, das Für und Wider einer direkten Konfrontation mit Batman im Alleingang abzuschätzen. Umso mehr als Konstanze ihn erwartete und er eh schon spät dran war. Immerhin versuchte er noch, Batman in seinem ungewöhnlichen Gefährt zu folgen und verwandelte sich dafür seinerseits in eine Fledermaus, denn als Nebel wäre er zu langsam dafür. Aber auch in dieser Form war er dem hohen Tempo des Wagens über so lange Zeit nicht gewachsen und musste aufgeben.
Während der Aufenthaltsort der mysteriösen Gestalt also weiterhin unklar blieb, war ziemlich klar, wo Dogma Divine in der Regel zu finden war. Und vielleicht hatte sie – oder er – ja noch etwas Erhellendes beizutragen zu Batman. Umso mehr als dieser sie bei der ganzen Aktion komplett unversehrt gelassen hatte. Vielleicht reiner Zufall, vielleicht aber auch nicht. Jedenfalls hatte Tao beschlossen, dem Showstar in seinem abgehalfterten Revuetheater einen Besuch abzustatten.
Und während das Publikum sich nun dem Ausgang näherte, um sich dem Risiko des nächtlichen Gothams auszusetzen, bewegte Tao sich lautlos durch die Gänge des kleinen Theaters in Richtung Backstage-Garderobe. Dabei musste er nur seiner Nase folgen, es roch nach Hund, Mensch und Parfüm. Ohne anzuklopfen trat er durch die Tür in den Raum, sah Dogma Divine, den Spiegel, den Hund, der ihn zähnefletschend anknurrte. «Tolle Show, gratuliere!» begrüsste er den Star und ignorierte den Hund. «Zu schade, dass Batman nicht auch dieses Mal vorbeigekommen ist, was?»
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02.02.2026, 13:57 - Wörter:
Szeneninformationen
Charaktere: Tao Shin & Douglas Munrow
Szeneneinstellung: private Szene & feste Postreihenfolge
Datum: 05.06.2025
Szeneninhalt: Tao hat die Begegnung zwischen Douglas und Batman heimlich beobachtet und erhofft sich von Douglas erhellende Informationen über die mysteriöse Fledermaus.
Die Perücke lag bereits ordentlich auf ihrem Ständer, sorgsam ausgerichtet, fast ehrfürchtig behandelt. Miss Divine ruhte dort, bis sie wieder gebraucht wurde. Doug atmete langsam aus. Eddie war nicht hier. Dieser Gedanke hatte ihn den ganzen Abend begleitet wie ein falsch gestimmter Ton, den nur er hörte. Nach außen hatte er gelächelt, gesungen, gespielt. Die Show musste weitergehen. Sie tat es immer. Aber innerlich hatte sich etwas festgesetzt, ein Plan, vielschichtig, zäh. Batman war verschwunden, Eddie mit ihm. Doug würde das nicht akzeptieren. Nicht einfach so. Seine Hunde wussten es längst.
Der Schäferhund stand dicht bei ihm, die Ohren aufmerksam, der Körper angespannt, als die Tür ohne Anklopfen aufging. Ein leises Knurren vibrierte durch den Raum, tief und warnend. Doug hob sofort die Hand. „Schon gut“, sagte er ruhig und streifte sich dabei die Handschuhe ab, ließ sie achtlos auf dem Tisch liegen. Mit derselben Hand fuhr er dem Hund durch das Fell, kraulte ihm den Kopf, genau an der Stelle, die Spannung löste. Der Hund entspannte sich spürbar, blieb aber wachsam. Doug sah im Spiegel den Neuankömmling, bevor er sich umdrehte. Er musterte ihn einen Moment, ließ sich Zeit, wie er es auf der Bühne gelernt hatte. Dann lächelte er schmal. „Ungewöhnlicher Zeitpunkt für Applaus“, sagte er ruhig, die Stimme tiefer jetzt, weniger getragen. „Aber ich nehme Komplimente, wo ich sie kriegen kann. Besonders nach so einem Abend.“ Sein Blick glitt kurz zu dem üppigen Blumenstrauß, der wie aus dem Nichts auf dem Tisch stand. Übertrieben, duftend, anonym. Doug wusste genau, von wem er kam. Er hatte ihn nicht abgelehnt. Das tat er nie. Manche Gesten waren zu ehrlich, um sie zurückzuweisen.
Den Schwamm zur Seite gelegt, die Lippen nur halb vom Rot befreit. Die Schminke war nicht bloß Farbe, sie war Rüstung, Haltung, Anspruch. Doug hatte sie noch nicht abgelegt und genau das war Absicht. Wer jetzt vor ihm stand, bekam nicht den müden Mann hinter der Bühne, sondern die Frau, die eben noch den Raum beherrscht hatte. Die Hand ruhte weiter im Fell des Schäferhundes, ruhig, selbstverständlich, während der andere Hund etwas seitlich stand und jede Bewegung verfolgte. Doug ließ einen Moment verstreichen, kostete die Stille aus, ehe er sich langsam im Rollstuhl drehte und Tao nun direkt musterte, offen, prüfend, ohne Hast.
„Batman also“, sagte er schließlich und zog das Wort in die Länge, als wäre es ein Requisit, das man von allen Seiten begutachten musste. Ein schmales Lächeln legte sich auf seine Lippen, eines von der Sorte, die auf der Bühne Gelächter auslösten und Backstage Unruhe stifteten. „Du sprichst seinen Namen aus, als wäre er ein alter Bekannter. Oder zumindest jemand, von dem man glaubt, mehr zu wissen, als man zugibt.“ Doug neigte leicht den Kopf. „Bevor wir also über Fledermäuse, Dächer und verschwundene Männer reden, fangen wir ganz vorne an.“ Er hob eine Augenbraue, die Schminke verstärkte die Geste dramatisch. „Wer bist du eigentlich?“ Seine Stimme war ruhig, aber fest, getragen von der Präsenz, die eben noch das Publikum gefesselt hatte. „Und vor allem: Warum glaubst du, dass ich dir irgendetwas schulde?“
Er ließ die Frage im Raum stehen, zog dann mit zwei Fingern langsam einen weiteren Abschminkpad über die Wange, ohne den Blick abzuwenden. „Versteh mich nicht falsch“, fuhr er fort, „ich plaudere gern. Besonders nach einer gelungenen Show. Aber Informationen sind hier keine Autogrammkarten.“ Ein kurzes, trockenes Lachen. „Eine Hand wäscht die andere. Und meine sind im Moment… sagen wir, vorsichtig.“ Der Schäferhund hob kurz den Kopf, als hätte er den Unterton verstanden, entspannte sich aber wieder unter Dougs ruhigem Griff. „Du kommst hier herein, ungefragt, sprichst über Batman, über Dinge, die die meisten lieber verdrängen würden, und erwartest Offenheit.“ Doug zuckte leicht mit den Schultern. „Das ist mutig. Oder naiv. Ich entscheide noch, was davon zutrifft.“
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03.02.2026, 18:39 - Wörter:
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Charaktere: Tao Shin & Douglas Munrow
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Datum: 05.06.2025
Szeneninhalt: Tao hat die Begegnung zwischen Douglas und Batman heimlich beobachtet und erhofft sich von Douglas erhellende Informationen über die mysteriöse Fledermaus.
Im Gegensatz zu seinen Hunden wirkte der Star der Show nicht beunruhigt über sein plötzliches Erscheinen – im Gegenteil verhielt er sich sogar betont gelassen. Was vielleicht daran lag, dass er keine Ahnung hatte, wie gefährlich sein Besucher war, vielleicht auch daran, dass er Batman unbeschadet überstanden hatte und nun glaubte, sich keine Sorgen mehr um irgendwen machen zu müssen.
Vor ihm sass ein Wesen, halb Frau, halb Mann, die Perücke war bereits abgelegt, die Kleidung und die Schminke noch nicht. Die Stimme war etwas tiefer als vorhin auf der Bühne. Die beiden Hunde schienen ihm aufs Wort zu gehorchen, vielleicht fühlte er sich auch deshalb so sicher.
«Eben! Gibt es einen schlechten Zeitpunkt für Komplimente?» gab Tao zurück und folgte dem Blick zu dem enormen Blumenstrauss auf dem Tisch zwischen ihnen. «Offensichtlich ein besonders grosser Verehrer», kommentierte er, steuerte am Tisch vorbei und setzte sich in einen Sessel an der Wand, von wo aus er den Star und beide Hunde bestens im Blick hatte.
Die Erwähnung von Batman war offenbar klar genug gewesen – sein Gegenüber wusste genau, worauf er anspielte. Und falls er sich darüber wunderte, dass Tao von der Begegnung wusste, liess er es sich nicht anmerken. «Im Gegenteil, ich weiss viel zu wenig über ihn. Deshalb bin ich hier. Soweit ich verstanden habe, überstehen nicht viele eine direkte Begegnung mit ihm ohne Konsequenzen – aber dich hat er in Ruhe gelassen, du bist immer noch hier, machst deine Show. Als wäre nichts gewesen.» Tao musterte ihn. «Da kann man schon auf die Idee kommen, dass zwischen euch vielleicht sowas wie eine… Verbindung besteht. Immerhin habt ihr beide ein Faible für Kostüme und Theatralik, nicht?»
Aber Dogma Divine hatte ganz klar nicht vor, sofort ihre Karten auf den Tisch zu legen. Sie/Er wollte offenbar reden. «Tao», stellte er sich vor, «erst seit Kurzem in Gotham und fasziniert von all den dunklen und farbigen Gestalten, die hier so unterwegs sind.» Das schloss den Drag-Darsteller durchaus mit ein. «Und ich glaube nicht, dass du mir etwas schuldest, weshalb solltest du? Ich finde sogar, dass du mehr Eintritt verlangen könntest für die Show, die du bietest.» Er zuckte mit den Schultern. «Aber ja, vielleicht nicht in diesem Teil der Stadt.»
Seine nächsten Worte liessen Tao lächeln. Als naiv hatte ihn schon lange niemand mehr bezeichnet. «Was für eine Gegenleistung stellst du dir denn vor? Und woher weiss ich, ob sich das für mich lohnt? Ob du überhaupt irgendwas Nützliches zu erzählen hast?» Taos Ton war nicht provozierend, sondern eher entspannt-verspielt. Wenn schon transaktional, dann richtig. «Und wie soll ich eigentlich dich nennen? Dogma? Divine?»
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